Sonntag, 26.06.2022 06:21 Uhr

Ukraine verdient am Gasgeschäft kräftig mit !

Verantwortlicher Autor: Peter Schlusnus Herdecke, 02.05.2022, 18:44 Uhr
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Herdecke [ENA] Mit scharfen Worten fordert die Ukraine die Bundesrepublik Deutschland immer wieder auf, den Gasimport sofort oder so schnell wie möglich aus Russland zu unterbinden, um nicht den Krieg für Putin zu finanzieren. Doch selbst unternimmt die ukrainische Regierung nicht viel, um dieses Gasgeschäft zu unterbinden. Sowohl die Verteilerstationen in der Ukraine als auch die Pipelines sind voll einsatzfähig.

Keine russische oder ukrainische Kugel hat die Gasanlagen jemals beschädigt. Wie kommt es, dass dieses Geschäft weiterhin floriert, ohne einen Schaden durch den Krieg zu nehmen? Geld ist sicherlich die treibende Kraft. Putins Gasprom erhält seit Kriegsbeginn 35 Mrd. Euro für die Gaslieferungen und die Ukraine die Gebühren für die Durchleitung, im Jahr rd. 3,5 Mrd. Euro. Auch jetzt, in Zeiten des Krieges, fließen die Geldströme. Der Westen Europas, vorneweg die Bundesrepublik beharren, sicherlich aus gutem Grund, will man Herrn Harbeck glauben, auf die bisherigen Gaslieferungen aus Russland.

Da die Gasleitung Nord Stream 2 nicht in Betrieb ist, muss man mit Nord Stream 1 und durch die Ukraine, auch wenn es in der Öffentlichkeit nicht sehr gut ankommt Gas durchleiten. Doch wir hängen am Gas aus Russland, da kann man noch so viel rechnen und in die Glaskugel schauen, es ist so, bis auf weiteres. Kapazitäten werden ausgeschöpft „Seit dem Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine am 24. Februar wurden nach Angaben des staatlichen ukrainischen Betreibers für das Gastransportsystem GTSOU deutlich mehr als drei Milliarden Kubikmeter Erdgas aus Russland in den Westen geleitet. Laut Vertrag soll Gazprom im Jahr insgesamt 40 Milliarden Kubikmeter Gas über die Ukraine liefern.

Vor Kriegsbeginn hatte Russland die Transitkapazitäten jedoch nur zum Teil genutzt. Die Inanspruchnahme lag häufig deutlich unter 50 Prozent. Der Grund für die neuerliche Auslastung: dem russischen Präsidenten Wladimir Putin (69) bleibt nichts anderes übrig. Zwar hat er angedroht, die russischen Gaslieferungen nach Westeuropa einzustellen, wenn die Abnehmerländer dafür künftig nicht in Rubel bezahlen. Doch ein Stopp der Energielieferungen würde dem eigenen Land massiv schaden. Der Verkauf von Gas und Öl ist für Russland aktuell einer der wenigen Wirtschaftszweige, die nicht von Sanktionen des Westens blockiert wurden“. (manager magazin)

Keine direkte Kriegsfinanzierung „Die Zahlungen der europäischen Abnehmerländer russischer Gas-, Öl- und Kohlelieferungen sind laut Experten jedoch nicht als direkte Kriegsfinanzierung einzustufen. "Das Teuerste an diesem Krieg - Geräte wie Panzer, Raketen oder Flugzeuge - wurde bereits in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten gebaut und ist damit schon finanziert. Die laufenden Kosten wie Ausgaben für Sold und Verbrauchsmaterial wie Öl oder Diesel sind für das Land nicht so teuer", sagte jüngst etwa Janis Kluge, Russlandexperte der Stiftung Wissenschaft und Politik im Interview mit tagesschau.de.“

Stellt sich nun dem Betrachter des Finanzgebarens um russisches Gas und nach den immer heftiger werdenden Forderungen die Gaslieferungen nach Deutschland einzustellen die Frage, warum beendet nicht die Ukraine selbst und sofort die Gaslieferung in den Westen? Mit einem kleinen „Rums“ wäre eine Gasübergabestation ausgeschaltet oder ein „Stück der Pipeline“ fehlt im System? Wo ist das Problem, wenn doch mit der Einstellung der Gaslieferungen dem Krieg schnell ein Ende gemacht werden könnte? Diese Frage kann nur Herr Selenskyj beantworten oder vielleicht sein forscher Botschafter in der Bundesrepublik. Ich bin da wohl zu naiv, um das alles noch zu verstehen.

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